S21 in der Financial Times und im Stern

von: Alex
Guten Morgen liebe Obenbleiber,
heute möchte ich mit einem Zitat des Sterns vom 1.6.11 beginnen:
  • “Unrealistisches Versprechen: S21 soll leisten, was kein deutscher Bahnhof schafft.”
[…] “Die Bahn sagt: Morgens, in der Spitzenzeit zwischen sieben und acht Uhr, schafft der alte Bahnhof 37 Züge. 30 Prozent mehr, (wie von Heiner Geißler in der Schlichtung gefordert) das wären 49 Züge pro Stunde. […] Kritiker von S21 hatten diese Aussagen immer wieder bezweifelt. Ihr Misstrauen wird nun durch eine aktuelle Studie bestätigt, die in der Juni-Ausgabe der renommierten Schweizer Fachzeitschrift “Eisenbahn-Revue International” erscheint. der Autor Christoph Engelhardt kommt zu dem Schluss: Der geplante Tiefbahnhof liegt weit unter den Möglichkeiten des heutigen Kopfbahnhofs. Engelhardt: “S21 ist ein Rückbau der Infrastruktur.”
[…]
Es gibt in Deutschland zwei Bahnhöfe, die extrem viel leisten und schon längst an ihren Grenzen sind: die Hauptbahnhöfe in Köln und Hamburg. Auf ihren Gleisen wird gefahren, was nur geht, pro Bahnsteig wird häufig mit Doppelbelegungen gearbeitet. […] Diese Stationen arbeiten am Rande des Kollapses, sie sind Spitzenreiter in Sachen Unpünktlichkeit, sie sind völlig überfordert. An diesen Bahnhöfen lässt sich ablesen, was in Stuttgarts Untergrund droht: Staus, Verspätungen, Nervereien.
Anders dagegen der alte Bahnhof in Stuttgart. Seit gut 15 Jahren, seit es die Pläne für S21 gibt, hat die Bahn nichts mehr in ihn investiert. Doch selbst heute, in seinem ramponierten Zustand, rangiert er in Sachen Pünktlichkeit ganz vorn. Und der alte Bahnhof kann noch viel mehr: 1970, mit altmodischer Technik – es gab noch kaum Wendezüge -, fuhren pro Stunde 47 Züge.
Das Alte kann also leisten, was Geißler bei den Schlichtungen vom Neuen verlangte, aber definitiv nicht machbar scheint: “eine gute Betriebsqualität”.
Nachzulesen im Stern vom 1. Juni 2011.
Und nun zur Financial Times:
  • “Das S21-Paradox”
“Jetzt ist die Stunde der Taktierer. Nach den Straßenkämpfen um Stuttgart 21 und einer gesitteten Schlichtung ist nun, da die grünen Gegner des Mammutprojekts in Baden-Württemberg regieren, die entscheidende Phase angebrochen. Die Phase, in der Bahn und Grüne durch Tricks und Täuschungen, angebliche Kompromissangebote und Verzögerungen unter sich ausmachen, ob der Konzern in den nächsten Monaten Bau und Vergabe teurer Aufträge vorantreiben und damit unumkehrbare Fakten schaffen kann.
Wer diesen Machtkampf verliert, ist beschädigt. Dabei sind die Risiken für Bahn-Chef Rüdiger Grube noch größer als für den Grünen-Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann und seinen Verkehrsminister Winfried Hermann. Grube hätte nicht nur verloren, wenn S21 gestoppt wird. Ihm droht paradoxerweise noch mehr Gefahr, wenn er sich jetzt durchsetzt.
[…]
Bis zur Volksbefragung müssen die Kosten für das Baumoratorium – an denen das Land sich beteiligen sollte – ebenso öffentlich nachvollziehbar von der Bahn erläutert werden wie die Kosten für einen Totalausstieg aus S21. Es macht stutzig, wenn Grube in einem Interview einen Baustopp bis Oktober mit rund 150 Mio. Euro veranschlagt – und zwei Tage später, wie vergangene Woche geschehen, schon 410 Mio. Euro fällig sein sollen.
Leider nutzt Grube den Baustopp nicht, um elegant und einvernehmlich aus einem Projekt auszusteigen, das sein Geld nicht wert ist. An der Wirtschaftlichkeit sind massive Zweifel angebracht. Nun sollte der Baustopp wenigstens der Kostenwahrheit dienen. Dann haben die Bürger eine transparente Entscheidungsgrundlage. Es geht um ihre Steuermilliarden.”
Den kompletten Artikel findet Ihr unter
Motivierte-oben-bleiben-Grüße
Alex
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