Frühstückspost zum Kaffee

von: Alex
 
Einen wunderschönen Schneemorgen liebe Obenbleiber,
 
ich möchte heute mit einem Artikel aus dem Gäuboten beginnen und mich auch herzlich bei Hans bedanken, der diesen Artikel zu früher Stunde schon für uns “erschlossen” hat!
 
  • Klare Aussage für den Tiefbahnhof von Thomas Oberndorfer
Böblingen: Kreis-CDU diskutiert über Stuttgart 21Die Kreis-CDU hatte zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung zu Stuttgart 21 geladen. Zu einer Diskussion über das Projekt kam es allerdings nicht, vernehmbare Gegner waren nicht vor Ort im Württembergsaal der Böblinger Kongresshalle. “Dieses Projekt stößt das Tor zur Zukunft ganz weit auf. Davon profitiert die kommende Generation”, sagte der CDU-Kreisvorsitzende Wolfgang Heubach. Diese Aussage gab den Tenor bei allen Rednern wider. 
Zwei Akteure der ersten Stunde des Projekts Stuttgart 21 hat die Kreis-CDU auf ihrer Podiumsveranstaltung in der Böblinger Kongresshalle aufgeboten: Prof. Hans Sommer, Aufsichtsratsvorsitzender des Planungsbüros Drees und Sommer und Mitte der 90er Jahre Gesamtprojektleiter von Stuttgart 21 sowie Pfarrer Johannes Bräuchle. Er saß für die CDU im Stuttgarter Gemeinderat, als Stuttgart 21 auf den Weg gebracht wurde. Bräuchle war es auch, der sich als einer der ersten Befürworter des Tiefbahnhofs an den Bauzaun vor dem Stuttgarter Bahnhof stellte, er war auch beteiligt an den Schlichtergesprächen unter Leitung von Heiner Geißler (CDU).
“Ich bin auf die Straße gegangen und wollte mit den Gegnern von Stuttgart 21 diskutieren”, sagte Pfarrer Bräuchle. Dieser Versuch sei gründlich schiefgegangen. Vielmehr sei er angefeindet worden, habe nicht aussprechen dürfen, was er denke. Für Pfarrer Bräuchle, der ohne Wenn und Aber hinter Stuttgart 21 steht, geht es bei seinen Auftritten inzwischen nicht mehr nur darum, seine Meinung kundzutun, ihm geht es um nicht weniger als darum, die repräsentative Demokratie zu retten. Diesen Anschein bekommt man, wenn man Bräuchle zuhört. “Ich habe am Bauzaun erlebt, wie unsere repräsentative Demokratie infrage gestellt wurde”, sagte er. “Das, was wir im Schlossgarten erleben, die Beschädigung des Einzelhandels, die Bedrohungen, überschreitet jede Grenze an Widerstand und Demonstrationsrecht.” Was an Beschuldigungen ausgesprochen wurde, sei unglaublich. So sei er noch bei der Schlichtung von Gegnern des Projekts mit “Verbrecher” tituliert worden. “Mein Ziel ist es, in einen konstruktiven und kritischen Dialog zu treten. Wir haben 60 Jahre gut mit der repräsentativen Demokratie gelebt. Bewahre uns Gott davor, dass die Straße über die Gerichte herrscht.”
Sommer schilderte die Entwicklung des Projekts Stuttgart 21 von dessen Anfängen bis heute. Verschiedene Optionen seien Anfang der 90er Jahre auf den Tisch gekommen, Stuttgart 21 mit Tiefbahnhof in Kombination mit der Neubaustrecke Wendlingen-Ulm seien als die sinnvollste Lösung erachtet worden, um den Bahnknoten Stuttgarter Hauptbahnhof zu modernisieren. Sommer sieht in dem runderneuerten Kopfbahnhof, der von den Gegnern bei den Schlichtungsgesprächen favorisiert wird, keine Alternative. Vor allem der integrale Taktfahrplan nach Schweizer Vorbild sei aus seiner Sicht nicht realisierbar. “In der Schweiz ist die längste Bahnstrecke 250 Kilometer lang, zudem liegen die Bahnknoten in etwa in gleicher Entfernung zueinander. In Deutschland ist die längste Strecke 900 Kilometer lang. Es klappt bei uns rein rechnerisch nicht, dass alle Züge zur selben Zeit in den Bahnhof einfahren und nach dem Umsteigen der Fahrgäste zur selben Zeit wieder ausfahren”, sagte Prof. Sommer. Sollte ein ICE nur zehn Minuten später ankommen, wäre der Fahrplan nicht mehr zu halten.
Seiner Ansicht nach genügen auch die aktuell geplanten acht Gleise, um den Zugverkehr mit 52 Zügen pro Stunde abzuwickeln. Der entscheidende Vorteil des Tiefbahnhofs für Sommer ist die deutlich kürzere Fahrzeit beispielsweise von Böblingen nach München. “Meiner Schätzung nach verkürzt sich die Fahrzeit um 45 Minuten”, sagte Sommer, es hänge auch vom Fahrplan ab. Der 69-Jährige erklärte den Anstieg der Kosten von zunächst geplanten 2,5 Milliarden Euro 1995 auf 4,1 Milliarden Euro für den Bau des Tiefbahnhofs mit der üblichen Preissteigerung und mit der Kostenexplosion im Stahlbereich. “Man darf nicht vergessen, dass S 21 jetzt mehr beinhaltet als bei den ersten Planungen 1995”, sagte Sommer. “Wenn wir jetzt nicht bauen, dann wird es umso teurer. Also müssen wir schnell anfangen.”
Für Paul Nemeth, CDU-Landtagsabgeordneter aus dem Wahlkreis Böblingen, ist Stuttgart 21 “ein Projekt für ganz Baden-Württemberg. Das Projekt wird über 50, 75 und mehr Jahre von Bedeutung sein für die Region.” Er rechne damit, dass der Widerstand auf der Straße weitergehen, wenngleich weniger werde. Und er betonte, dass die CDU auf allen politischen Ebenen an dem Projekt festhalten werde. “Das Projekt ist wichtiger als die kommende Landtagswahl.
 
Im Schwarzwälder Boten findet sich heute im redaktionellen Teil nur auf der Titelseite eine kleine Notiz:
  • “S-21-Gegner legen Pause ein”
Stuttgart. Schluß mit den Großdemos: Zumindest über Weihnachten gönnen sich die Stuttgart-21-Gegner eine Atempause. Die letzte größere Demonstration 2010 ist für Samstag geplant, teilte das Aktionsbündnis gegen das Bahnprojekt gestern mit. Derweil strebt die Deutsche Bahn den Baubeginn für die Neubaustrecke Wendlingen-Ulm laut einer Sprecherin noch vor Weihnachten an. Der Spatenstich ist für den Bereich Aichelberg geplant.
 
 
Ein Leserbrief auf der Seite “Calw”:
  • “Ohne Not aufgegeben” von Reinhard Gunzenhäuser, Althengstett
Betrifft: “So gesehen” vom 8. Dezember
 
Herr Verstl hat mit diesem Artikel den nagel ziemlich auf den Kopf getroffen. Als täglicher Betroffener, weil Pendler nach Karlsruhe, ist es mir seit
einiger Zeit ein Dorn im Auge, wie die Stadt Calw ein über Jahre hinweg gut funktionierendes Parkkonzept am Bahnhof in Hirsau vollkommen ohne Not über den Haufen wirft und so kontraproduktiv wie nur irgend möglich durch ein unausgereiftes Konzept ersetzt.
Seit Jahren sind die Fahrgastzahlen auf der Kulturbahn angestiegen. Die Verkürzung des Taktes und die bessere Anbindung an den Pforzheimer Bahnhof haben dazu wesentlich beigetragen. Berufspendler in umliegende Zentren hatten in Hirsau auf einem geschotterten Grundstück die Möglichkeit ihre Fahrzeuge abzustellen und bequem mit der Bahn weiter zu fahren.
In einem Willkürakt haben die Stadtverwaltung und der Ortschaftsrat mit Steuergeldern eine unnötig teure Neueinteilung des Parkplatzes vorgenommen und sind auf die Idee gekommen, sich diese Umgestaltung dann wieder von den Pendlern bezahlen zu lassen. Tagsüber werden die neu geschaffenen Plätze jetzt an die Nutzer vermietet. Nachts könne die Gäste der benachbarten Kneipeden Parkplatz, wie seither ja auch schon, kostenlos benutzen. Da sich die Mehrzahl der Pendler aber nicht nötigen lassenwill, parken die meisten jetzt tagsüber auf dem Parkplatz der Kneipe oder auf den Straßen rund m den Bahnhof. der neue Parkplatz dagegen ist fast leer. Kurzerhand hat die Stadtverwaltung das Bahnhofsumfeld zur parkverbotszone erklärt und traktiert mit eifrigen Gemeindevollzugsbediensteten die Falschparker. Alles in der Hoffnung, dass diese einsichtig werden und endlich den Parkplatz von der Stadt mieten. Persönlich zeihe ich meine Konsequenzen in der Form, dass ich meine Bahn-Jahreskarte kündige und künftig die paar Kilometer bis Monbach fahre und von dort aus das Kombiticket des Karlsruher Verkehrsverbundes benutze.
Einen weiteren Schildbürgerstreich haben die Calwer durch die Einrichtung zweier Kurzzeitparkplätze direkt am Hirsauer Bahnhof gelandet. Wer von Hirsau aus mit der Bahn nach Calw zum Einkaufen fahren möchte, kann sein Auto mit Parkscheibe für zwei Stunden dort abstellen. Wenn es aber länger dauert, kann es sein, dass er an seinem Fahrzeug eine Verwarnung von 15 Euro vorfindet. Das ist aber fast immer der Fall, außer  man holt nur direkt am Ledereck Brötchen. Und dann sind das die teuersten Brötchen der Welt.
 
In diesem Sinne wünsche ich Euch einen schönen Tag.
Und immer aufmerksam und oben bleiben!
 
Schneeschipp-Muskelkater-Grüße von
Alex
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