Frühstückspost

von: Alex
 
Guten Morgen liebe Obenbleiber,
an einem frostig-rutschigen Morgen. Ich hoffe es sind alle wohlauf und stehen noch auf beiden Beinen! Also auch hier: oben bleiben!!!
Zu den Artikeln im Teil “Calw”
  • “Schon bald fährt wieder ein Fahrstuhl zum Bahnsteig”   Einbauarbeiten haben am Montag begonnen / Der erste Lift dürfte schon nächste Woche in Betrieb gehen
Calw. (av/msw.) Ein für eine große Kreisstadt blamabler Zustand nähert sich dem Ende. Am Montag wurde damit begonnen, zwei neue Fahrstühle im Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) einzubauen. […] Zum Artikel http://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.calw-schon-bald-faehrt-wieder-ein-fahrstuhl-zum-bahnsteig.55751508-e1fe-4516-8a26-a33aa7a6237c.html
 Auf der “Stuttgarter” Seite findet sich eine Notiz:
Stuttgart. Die Kundgebungen für und gegen das Bahnprojekt Stuttgart 21 gehen weiter. Heute treffen sich die Befürworter um 19.30 Uhr auf dem kleinen Schlossplatz. Es sprechen Flughafen-Chef Georg Fundel, der fühere Staatssekretär im Bundesverkehrsminiserium, Hans Jochen Henke (CDU), sowie Rechtsanwalt Arnulf Freiherr von Eyb. Am Samstag hat das Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 zur Großkundgebung aufgerufen. Um 14 Uhr geht es auf dem Arnulf-Klett-Platz mit Tübingens OB Boris Palmer (Grüne) und Architekt Peter Conradi los. Danach folgt ein Demozug über den Cityring. Erwartet werden auch #Busse aus anderen Teilen Deutschlands. Die CDU-Gemeideratsfraktion kritisiert den “Demonstrations-Tourismus”. Zudem behinderten die Aufzüge den Verkehr und hätten Tumulte nach sich gezogen.
 
Ankündigung für 2011:

 

 

  • Nagold – Der Kreis Calw bekommt gleich zu Beginn des neuen Jahres hohen politischen Besuch. Für den 6. Januar hat der deutsche Außenminister und Vizekanzler Guido Westerwelle (FDP) seinen Besuch in Nagold angekündigt. Ab 15 Uhr wird Westerwelle in der Nagolder Stadthalle beim Neujahrsempfang der Kreis-FDP sprechen.

 

Zu den Leserbriefen:
  • “Der Blick fürs Ganze fehlt” von Wolfgang Stauß, Rangendingen
Betrifft: Verkehrsinfrastruktur
Ich gehöre zu einer Berufsgruppe, die mehr Lebenszeit auf unseren suddeutschen Autobahnen verbringt als zu Hause im Wohnzimmer. die Bahn ist für mich leider keine Alternative zum Automobil. So quäle ich mich Tag für Tag mit vielen Hunderttausend Menschen – oft im Schrittempo – über unsere völlig antiken Straßen wie die A 8, die A 81 oder die verheerende B 27. Sicher wäre ein moderner Bahnhof K 21 wie S 21 ein tolles Konstrukt einer bahntechnischen Innovation. doch ich frage  mich, wie können wir es zulassen, dass die zwei stärksten Bundesländer – Bayern und Baden-Württemberg – mit einer derart katastrophalen Infrastruktur an Verbindungsstraßen im 21. Jahrhundert regelrech ausgebremst werden. Wenn uns unser nachhaltiges Wirtschaftswachstum sowie unsere Lebensqualität wirklich wichtig sind, so kommt für mich an erster Stelle die konsequente und schnelle Beseitigung dieser elementaren Schwachstelle unser beiden Länder. Es handelt sich wohlgemerkt um keine baulichen Höchstleistungen! Doch im Vergleich hat ein milliardenteurer Bahnhof mit Achterbahröhre nach Ulm meines Erachtens einen Stellenwert von Platz sieben. Es wäre begrüßenswert, wenn unsere Landes- und Bundesregierung den neutralen Blick fürs Ganze über den bahntechnischen Tellerrand hinaus wieder finden würde. Es geht schließlich um unsere Zukunft.
  • “Das Schweigen des Kreistages” von Siegfried Kempf, Simmozheim
Zu Stuttgart 21 und der dazu verabschiedeten Resolution des Calwer Kreistages meldet sich dieser Leser zu Wort.
Er könne, so Heiner Geißler bei seinem Schlichterspruch, S 21 nur dann befürworten, wenn daraus S 21 plus wird. Soll heißen, umfangreiche Nachbesserungen in der Infrastruktur, bei Gleisen und der Sicherheit müssen erfolgen. Welch eine Blamage für Politik und Bahn, wenn nach über 15 Jahren Planungszeit, zig Planungsbüros undhuderten Millionen Planungskosten sogenannte “Berufsdemonstranten” kommen müssen und auf eklatante Mängel hinweisen können. Nun soll ein Stresstest Aufschluß über die Leistungsfähigkeit geben. Wahrscheinlich kosten die Nachbesserungen weitere Millionen. Man kann sich nur kopfschüttelnd fragen, warum der Calwer Kreistag ohne Not die drittbeste Lösung abgenickt hat. Kommt jetzt ein Beschluß zu S 21 plus, der zweitbesten Lösung? Oder ist der Erkenntnisgewinn noch nicht so weit? Experten sitzen scheinbar genug im Gremium. Ähnlich war es doch auch bei den Krankenhäusern. Eigentlich war der verkauf und die Privatisierung beschlossen, erst Bürgerprotest hat zum “hirnen” verholfen und uns (vorerst) eine intakte Krankenhauslandschaft erhalten.
 Im Gäuboten findet sich heute folgender Leserbrief:
  • Die Schweiz zeigt uns, dass es anders geht” Norbert Fasching, Gärtringen 

Betr.: Schlichtungsgespräche über Stuttgart 21 Gegen K 21 spricht laut Fazit der Schlichtungsrunde nur, dass damit die Ökocity-Pläne der Stadt Stuttgart von 100 auf 75 Hektar reduziert würden und die Planfeststellungen und die Raumordnungsverfahren für die K-21-Bausteine erst noch erfolgen müssten. Ansonsten wäre der modernisierte Kopfbahnhof sehr wohl eine funktionierende und möglicherweise sogar eine zukunftsfähigere Alternative!  Die Weichen waren im Land und im Bund viel zu lange pro Straßenbau und gegen die Schiene gestellt – diesen Fehler hätte die amtierende Landesregierung eigentlich schon viel früher korrigieren müssen! In der Infrastrukturpolitik besteht gerade in Baden-Württemberg noch ein riesiger Aufholbedarf pro Schiene. Das Problem des Verkehrskollapses kann nur durch eine flächendeckende “Personen-und-Güter-auf-die-Schiene-Kampagne” gelöst werden, wenn der Ausbau der Schiene mit Blick auf das ganze Bahnsystem mit Priorität verfolgt wird. S 21 ist kein nachhaltiger Baustein auf dem Weg zu einem solchen Netzausbaukonzept, weil es mit den Ansätzen von gestern die Probleme von übermorgen lösen will und Strecken ohne Not in Tunnels vergräbt. Es braucht in Zukunft mehr Kapazität, Attraktivität, Flexibilität und Effektivität bei der Bahn. Es braucht gerade in der Region Stuttgart ein schienengebundenes Güterverkehrskonzept. Es braucht Express-S-Bahnen und weitere Kapazitäten beim Regional- und S-Bahnverkehr.  Für das Netz und das Angebot der “roten” Züge ist das Land federführend. Die DB-Regio ist aber durch die Subventionen des Landes zu einem ideenfaulen, fetten “Dienstleister” mutiert, der zwar noch die Leistung erbringt, die bestellt wurde, mehr aber auch nicht. Das ist auf Dauer zu wenig. Eine ernst gemeinte Offensive “pro Bahn” ist sowohl für die roten als auch für die weißen Züge der Bahn AG überfällig! Die Schweiz zeigt uns, dass es anders geht, wenn man es richtig macht. Mit mehr Automaten und mehr Personalabbau statt besseren Services am Bahnschalter und Kundendienst rund um die Zugfahrt bringt man hierzulande mittelfristig eher weniger Leute auf die Schiene. Und der Verdacht drängt sich auf, dass man den Systemwechsel politisch vielleicht gar nicht will.

Und hier noch ein “zeitungsfreier” Link zu attac, die auf dieser Seite verschiedene Bewertungen des Schlichterspruchs zusammengefasst haben:
Dann feiern wir mit dem Gummibären Geburtstag – 90 Jahre und immer noch so schmackhaft
Einen schönen Tag und OBEN BLEIBEN!
Rutschfreie Grüße aus dem Schlittschuhtauglichen Bergdorf
Alex
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